Das schwimmende Dorf

Fotogalerie


Nach einer Fahrt von Hanoi durch das beschauliche Landleben erreichten wir Kenh Ga. Das Dorf liegt im Norden Vietnams, genauer in der Provinz Nin Binh. Es ist schon etwas lustig, da die Ortsbezeichnung übersetzt lediglich "Hühner-Kanal" bedeuted. Sie haben im Alltag der Dorfbewohner eher eine untergeordnete Rolle. Ihr Leben ist gekennzeichnet vom Leben auf dem Kanal, da sie auf Booten und Schiffen auf dem Hoang Long-Fluss dümpeln. Etwas Ähnliches sieht man wohl nur noch im Mekong-Delta. Atemberaubend im Gebiet von Kenh Ga ist aber die Gebirgskulisse wie hier.

Als Tourist ist man hier selbst die Attraktion. Bei einem Rundgang wird man von einer Schar Kinder begleitet. Schnell kommt man in den Genuss, auf eine Tasse Tee eingeladen zu werden. Hierbei erfährt man dann von den Problemen und Sorgen der Landbevölkerung. Für sie ist die turbulente Großstadt Hanoi weit entfernt. Es fällt ihnen schwer, sich vorstellen zu können, selbst die Hauptstadt besuchen zu können. Schnell erkennt man die Unterschiede zwischen dem Stadt- und Landleben. Trotz der Idylle wird einem rasch bewusst, hier auf auf einen Teil der ärmsten Bevölkerungsschichten getroffen zu sein.

Sie leben hauptsächlich vom Reisbau, der Fischerei und der Viehzucht. Hauptabnahmequellen, um dafür auch vernünftige Preise zu erzielen sind aber für sie meist zu fern.




Das absolut Besondere an diesem Fischerdorf sind die aus Beton gebauten großen Wohnboote! Sie schauen aus wie Transportschiffe der Binnenschiffahrt, mit dem Unterschied, dass in den Frachtraeumen keine Container, sondern Wohnräume, Vorratsbereiche und Stallungen sind. Ursächlich hierfür sind die über mehrere Monate vorhandenen Überschwemmungen. Sie setzen die eigentlichen Häuser unter Wasser und machen sie für diese Zeit unbewohnbar. So stehen auch Kirchen und Friedhöfe unter Wasser.

Kenh Ga ist mit Sicherheit kein absoluter touristischer Höhepunkt den Vietnam zu bieten hat. Wer aber abseits der allgemeinen Metropolen reist, erfährt mitunter mehr vom wahren Leben der Bevölkerung. Der Besucher wird dafür mit einer tollen Landschaft und einer grandiosen Gstfreundschaft belohnt.


Die kleineren Boote werden übrigens mit den Füßen gerudert. Natürlich geschieht dies ohne Schlaufen! Wer dies nicht glaubt, kann sich gern in der Fotogalerie selbst davon überzeugen. Wir hatten es übrigens nicht selbst selbst probiert und wohl auch kaum geschafft.

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