Schiefes Haus und mehr

Das Schiefe Haus

Pisa hat einen schiefen Turm, Wernigerode sein schiefes Haus. In der Marktstraße, Ecke Klintgasse, leuchten die roten Gefache und grauen Balken des schiefen Hauses, Klintgasse Nr.5.. Ursprünglich eine Teichmühle, wurde das schiefe Haus bereits 1356 erwähnt. 1680 baute man das Gebäude in heutiger Gestalt neu auf, allerdings gerade.Diese Walkmühle wurde speziell für die Tuchmachergilde errichtet. Die Fluten des damals hier entlang führenden offenen Mühlgrabens umspülten die Grundmauern des Hauses, so dass sich dessen Ostfassade so lange absenkte, bis sie auf festes Felsgestein stieß. Vom Mühlengraben, der einst für die Wasserversorgung der Mühlen und der Stadt unentbehrlich war, ist heute nichts mehr zu sehen.

Westerntorturm

Westerntorturm
Westerntorturm Westerntorturm

Der Westerntorturm wurde 1356 erstmals als Toranlage erwähnt, als Zoll- und Eingangstor im Westen der Stadt. Er erstand im frühgotischen Stil als Teil des Festungsringes und gehörte zu den drei doppelt bewehrten Toren. Der Turm ist 38 m hoch. Hierin wohnte früher nicht nur der Türmer, sondern auch das "Bürgergehorsam", das Schuldgefängnis. In einer zweifenstrigen Stube mußten Bürger wegen Verschuldung oder leichter Vergehen kurze Zeit einsitzen.


Krummelsches Haus

Krummelsches Haus
Krummelsches Haus Krummelsches Haus

In der Breiten Straße ist das Krummelsche Haus zu bewundern, das seinen kuriosen Namen dem Kornhändler Heinrich Krummel zu verdanken hat, der es im 17. Jahrhundert bauen ließ. Er scheint mit Getreide nicht schlecht verdient zu haben, denn die Schnitzereien, mit denen die Fassade verziert ist, sind vom Feinsten.


Die Krell┤sche Schmiede

1678 wurde die Krell´sche Schmiede im barocken, süddeutschen Fachwerkstil errichtet und nach ihrem Erbauer Michael Krell benannt. Die Familie Krell betrieb auf dem Grundstück über ca. 150 Jahre eine Schmiede. 1837 veräußerte die Famile Krell das Haus an die Schmiedefamilie Niehoff. Auch die Familie Niehoff führte die Werkstatt über mehrere Generationen bis 1975 fort.

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Die Stadt Wernigerode erwarb 1980 das Haus von den Erben. Wenige Jahre später (1985) übernahmen die damaligen ehrenamtlichen Denkmalpfleger Rudolf und Peter Nüchterlein den Wiederaufbau der historischen Werkstatt. Gleichzeitig begannen die Nüchterleins das Sammeln von Gegenständen und alten Schriftstücken, also Zeitzeugen vom Handwerk und der Lebensführung, vom Brauchtum und der Alltagsgeschichte. Die alte Werkstatt, die historische Küche und das dem Handwerk und der Lebensführung zugedachte denkmalgeschützte Hofgelände wurden im Zustand der späten 40er Jahre hergerichtet. Mit der politischen Wende änderten sich auch bisherige städtische Ziele und Absichten im Umgang mit dem historisch wertvollen Grundstück und der umfassenden Sammlung der Nüchtreleins.


Kurz entschlossen richteten sie ein Museum ein. Das Museum wird seit dem 1. September 1990 als damals erstes privat betriebenes Museum in Ostdeutschland durch Rudolf und Peter Nüchterlein betrieben. Neben der üblichen Öffnung finden insbesondere durch den Diplom Museologen Peter Nüchterlein initiierte Projekte mit Kindern und Jugendlichen und jährlich mehrfach wechselnde Sonderausstellungen statt. Bestandteil des Schmiedemuseums ist das "Forschungszentrum zur alliierten Besatzungszeit 1945 in Mitteldeutschland".

Aktulle Situation

Viele Kinder und Jugendliche der Stadt und Umfeldes können sich an einen erlebnisreichen Tag in der Krell´schen Schmiede erinnern. Einheimische, Fremde und Touristen fanden in der Krell´schen Schmiede einen erhaltenswerten und informativen Ort. Steht dieses tolle Museum erlebter Historie nun vor dem Aus? Die Wahrscheinlichkeit ist groß und die Hoffnung auf eine Einigung und einem Erhalt eher gering. Aber lesen Sie selbst die Image Sterbechronik zum Schmiedemuseums Wernigerode von Nüchterlein.








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