Vom Dorf Bali Aga nach Klungkung

Am Morgen des fünften Tages fuhren wir von Candidasa aus zu dem Ort Tenganan. In Parkplatznähe des "Bali Aga" Dorfes befinden sich einige typische Imbiss- und Souveniergeschäfte. Tenganan ist ein angeblich original erhaltenes Dorf der Nachkommen der Ureinwohner Balis, der "Bali Aga", wo prä-hinduistische kultur lebendig geblieben ist. Bei ihnen gibt es kein Kastensystem und hinduistische Bräuche werden abgelehnt.

Eine weitere Besonderheit im Dorf "Bali Aga" stellt die gelebte Tradition des "Adat" dar. Im Dorf Bali Aga darf nur derjenige wohnen und leben, der aus den Dorfbewohnern seinen Ehepartner ausgewählt hat. Wer sich nicht daran hält und seinen Partner außerhalb des Dorfes wählt, der darf entweder im Ostteil des Dorfes in der "Straße der Verdammten" wohnen oder muss das Dorf ganz verlassen. Betroffene dürfen dann lediglich zu Besuch in das Dorf kommen.



Der Dorf Bali Aga ist vollständig von einer Mauer umschlossen. Im Dorf leben ca. 300 Einwohner. Die Anwesen der Dorfgemeinschaft haben alle den gleichen Grundriss und sind in Reihen längsseits der Mauer angeordnet. Der zentrale Platz des Aga Dorfes ist ein scheinbar altes Langhaus (ca. 70 Meter), welches die Funktion des Rathaueses einnimmt und Treffpunkt der Ältesten ist. Im Mittelteil des Dorfes finden sich weitere, jedoch kleinere Gemeinschaftsgebäude. Die Tenganaer gelten als wohlhabend. Gegen einen Anteil an der Reisernte lassen sie ihre umliegender Felder durch Balinesen bewirtschaften.

Neben im Dorf liegenden Büffeln und zu sehenden bunt gefärbten Hähnen wird im Dorf natürlich auch Handel betrieben. In Tenganan werden wertvolle "magische Stoffe" in der Webtechnik des Doppel-Ikat „Geringsing“ hergestellt. Übersetzt bedeutet Geringsing „Krankheit abwehrend“. Uns wird erklärt, daß diese Webtechnik bereits vor unserer Zeitrechnung nach Indonesien kam und so kompliziert ist, dass zum Beispiel die Fertigung eines einzelnen Tuchs bis zu 5 Jahre dauern kann. An einigen Tischen kann man den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. Auf sehr dezente Art und Weise wird man eingeladen sich Stoffe, balinesiche Kalender oder anderes Kunsthandwerk wie diese "Ostereier" anzusehen und natürlich auch zu kaufen.








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