Schloss Tirol

Dorf Tirol ist geprägt von seiner Geschichte, gab doch Schloss Tirol dem ganzen Land den Namen. Um das Jahr 1140 nennen sich die Grafen von Vinschgau erstmals Grafen von Tirol. Zwischen 1140 und 1160 wird die Stammburg der Grafen von Tirol erbaut. Es ist die wichtigste Burg und überschaut das ganze Kernland. Aus dem Jahre 1149 datiert die erste urkundliche Erwähnung von Dorf Tirol. 1248 gilt als Geburtsjahr des Landes Tirol.

Im Jahre 1347 wird Schloss Tirol von König Karl von Böhmen belagert. Gräfin Margarethe Maultasch leistete energischen Widerstand, der Böhmenkönig mußte erfolglos abziehen.1363 dankt Margarethe Maultasch ab. Südtirol fiel den Habsburgern zu. Die Grafen von Tirol beziehen andere Schlösser, und schließlich wird die Residenz endgültig von Meran nach Innsbruck verlegt. Bis ins 16. Jahrhundert war das Schloss Sitz des Landeshauptmannes an der Etsch. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts beginnt der Verfall von Schloss Tirol.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die ganze Nordoststrecke aus Furcht vor der Brüchigkeit des Moränenhügels, auf dem das Schloss steht, abgetragen. Bei der Annexion Südtirols durch Bayern 1807 wurde Burg Tirol für den Betrag von 2000 Florins versteigert. Schließlich erwarb 1816 die Stadt Meran das Schloss und schenkte es später Kaiser Franz I. als gefürstetem Grafen von Tirol.


Nach 1919 nahm der italienische Staat Burg Tirol als einstigen habsburgischen Besitz in Verwahrung und übergab sie der Obhut des staatlichen Denkmalamtes, welches um die Erhaltung und die Aufsicht bemüht war und bis 1973 Restaurierungen vorgenommen hat. Dann wurde das Schloss dem Land Südtirol übertragen, welches es als Landesmuseum und für kulturelle Veranstaltungen bis heute nutzt.

Das archäologische Museum

Im Schloss Tirol befindet sich neben einigen Soderausstellungen, welche sich mit der frheren und jüngsten Geschichte Tirols befassen, das archäologische Museum. Es gibt einen Überblick über die ersten Besiedlungen der Alpenregion ab dem 7. Jahrhundert v. Chr.

Aus der Bronzezeit ist eine noch völlig intakte Schmelzofenanlage zu bewundern. Die Ringmauer, errichtet um 1100, gehört zu den ältesten, heute noch erhaltenen Burgmauern überhaupt. Im alten Glanz leuchten auch die beiden Marmorportale aus dem 12. Jahrhundert. Reich an symbolischen Skulpturen zählen sie zu den originellsten Schöpfungen romanischer Kunst in Tirol. Die Kapelle mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert birgt die älteste Tiroler Glasmalerei und eine mächtige holzgeschnitzte Kreuzigungsgruppe aus dem 14. Jahrhundert.







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