EOS- Digital und PictureStyle

Mit den Canon Kameras EOS-1D Mark II N, EOS 5D und EOS 30D hat Canon die Pictue-Style-Funktion bei digitalen Spiegelreflexkameras eingeführt. Aber auch Besitzer älterer digitaler Kameras können diese neue Funktion nutzen, um Farbstimmung oder Graustufenwiedergabe eines Motivs vorzunehmen. Nutzer älterer Kameras kommen jedoch nur in den Genuss die Bildstile nutzen zu können, wenn die Aufnahmen auch als RAW-Daten zur Verfügung stehen. Die Picture-Style-Funktion erlaubt eine einfache und intuitive Einstellung der technischen Bildparameter Farbe und Schärfe. Neben der Standardeinstellung stehen fünf weitere editierbare Bildstile (Porträt, Landschaft, Natürlich, Neutral, Schwarzweiß zur Auswahl.

Jedes fotografische Motiv hat seine Besonderheiten. Ein Porträt erfordert eine andere Bildabstimmung als eine Werbeaufnahme oder eine Landschaft. In der analogen Fotografie benutzten Fotografen deshalb für unterschiedliche Motive verschiedene Filme.

Die neue Picture-Style-Funktion erlaubt eine einfache und intuitive Einstellung der technischen Bildparameter Farbe und Schärfe. Neben der Standardeinstellung stehen fünf weitere editierbare Bildstile (Porträt, Landschaft, Natürlich, Neutral, Schwarzweiß) und drei frei konfigurierbare Sets zur Auswahl. Mit der neuen Picture-Style-Funktion hat der Fotograf ein wirkungsvolles Werkzeug an der Hand, um den “Look” seiner Aufnahmen einfach und intuitiv an die Motivsituation anzupassen. Entweder bei den unterstützenden Kameras direkt bei der Aufnahme oder später bei der “Entwicklung” der RAW-Aufnahmen mit der Canon Digital Photo Professional Software. Mit dem Begriff “Bildstil” ist dabei die technische Bildwiedergabe eines Bildes gemeint, also Farbwiedergabe, Kontrast und Schärfe.

Vergleichbarer Standard

Die Picture-Style-Funktion hat noch einen weiteren Vorteil: Sie macht es einfacher, die EOS-Fotos miteinander zu vergleichen. Bislang konnte man bei verschiedenen Canon EOS-Modellen feststellen, dass die Bildergebnisse in der Standardeinstellung voneinander abwichen: Die für SLR-Einsteiger konzipierten Modelle EOS 300D und EOS 350D arbeiten betont kontrastreich, die professionelle EOS-1Ds wirkt im Vergleich eher zurückhaltend, und die EOS 20D liegt dazwischen. Über die Parameter- und Farbmatrix-Einstellungen lassen sich die Kameras zwar auf eine vergleichbare Bildanmutung einstellen – aber das ist nicht sehr intuitiv. Die Picture-Style-Funktion macht das Fotografenleben in diesem Punkt in Zukunft entschieden einfacher.

EOS- Digital und PictureStyle

Der Unterschied: JPEG oder RAW

Einen wichtigen Punkt gilt es zu beachten: Wenn man mit einer EOS-1D Mark II N, EOS 5D und EOS 30D das JPEG-Format als Aufnahmeformat wählt, werden die Bildstile automatisch in die Bilddaten hineingerechnet. Korrekturen sind später in der Bildbearbeitung zwar möglich, sie können aber unter Umständen die Bildqualität negativ beeinflussen. Weniger Bildstil- Einfluß (neutraler) nehmen die Bildstile »Standard« oder »Natürlich«. Die von ihnen erzeugte Farbe und der Kontrast läßt größere Nachbearbeitungsmöglichkeiten des Fotos zu. Sie sind bei ausschließlichen Aufnahmen im JPEG-Format zu bevorzugen.

Anders stellt sich die Sache dar, wenn man im RAW-Format fotografiert oder – RAW und JPEG parallel aufzeichnet. Viele professionelle Fotografen arbeiten so, meist mit einem JPEG in geringerer Auflösung (z.B. »S« oder »M«). Die Arbeitsweise hat folgenden Vorteil: Das JPEG steht für E-Mail oder Druck zur Verfügung. Man erkennt am Laptop sofort, wie gut der Bildstil passt. Die RAW-Datei hingegen enthält die unbehandelten Rohdaten des Sensors. An dieses »Paket« sind die Kameraeinstellungen einschließlich Bildstil lediglich angehängt, aber nicht hineingerechnet.








zur letzten Seite zurück
Startseite
zum Seitenanfang
zum Textanfang
zum Seitenende
druckbare Seiten
Seite mailen
zu Favoriten in MS IE 7.0
Add Site to Mr. Wong
Bookmark bei: Technorati
Bookmark bei: Yigg
Bookmark bei: Webnews
Bei LinkARENA bookmarken