RAW- Rohdaten aus Digitalkameras - Seite 2

Wann in RAW und wann in JPG?

Der Hauptgrund, in JPG aufzunehmen ist sicher, dass viel mehr Bilder auf der Speicherkarte Platz finden. Zudem geht es schneller. Wenn Sie im RAW-Format fotografieren, müssen Sie auf jeden Fall anschließend nach TIF oder JPG konvertieren, bevor Sie die Fotos ansehen oder ausdrucken können. Bei einigen Hundert Bildern kann das einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Sie sicher sind, dass die Belichtung stimmt, der Weißabgleich passt und die Kameraparameter richtig eingestellt sind, wird ein JPG-Bild in voller Auflösung und geringster Kompression genau so einen guten Druck ergeben wie ein konvertiertes RAW-Bild. Das RAW-Format angebracht, wenn Sie damit rechnen, dass die Bilder eine umfangreichere Nachbearbeitung benötigen. Wenn Sie sich etwa mit dem Weißabgleich nicht sicher sind oder aber einfach die maximale Datenmenge zur Nachbearbeitung zur Verfügung haben möchten, ist eine RAW-Datei mit anschließender Konvertierung in ein TIFF- Bild die richtige Wahl. RAW lohnt sich etwa bei Makro-Aufnahmen, Porträts und für Produktfotos. Einige Kameras – wie die Canon EOS 350D und 20D – speichern in der RAW-Datei übrigens gleichzeitig ein JPG-Bild mit ab. Der Nachteil von Kombi-Aufnahmen ist natürlich der größere Speicherplatzbedarf. Für normale Alltagsaufnahmen dürften der Arbeits-und der Zeitaufwand, den RAW-Fotos verursachen, meist zu groß sein. Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, das RAW-Format einfach einmal auszuprobieren, um die Vor- und Nachteile kennen zu lernen.

Die Nachbearbeitung

Damit Sie Ihre RAW-Aufnahmen mit jedem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm öffnen können, müssen Sie sie in ein Zielformat Ihrer Wahl konvertieren – normalerweise also JPEG oder TIFF. Wenn Ihre Kamera Rohdaten unterstützt, ist im Lieferumfang immer ein passendes RAW-Tool vorhanden. Bei Canon so zum Beispiel das Tool "Digital Photo Professional". Sie bieten die Möglichkeit, die Rohbilder abschließend ins platzsparende JPEG-Format zu konvertieren. Nachschärfen, durch höheren Kontrast das Motiv herausarbeiten oder den Weißabgleich fein abstimmen sind typische Nacharbeiten, die sich beim RAW-Format in der Konverter-Software meist bequem und in hoher Qualität durchführen lassen. Hier Digital Photo Professional finden Sie übrigens einige Hinweise zum Tool. Die Konverterprogramme ordnen zudem die wichtigsten Bildbearbeitungsfunktionen speziell für Fotografen übersichtlich und für einen schnellen Zugriff optimiert an. An ein richtiges Bildbearbeitungsprogramm wie Paint Shop Pro oder Corel Photopaint kommen die Konverter- Programme aber nicht heran.Bei manchen Konvertern, können Sie das Bild später an eine Bildbearbeitungssoftware "übergeben".

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Neben diesen Herstellertools gibt es eine Reihe von Spezialprogrammen wie Raw- Shooter Essentials 2006. Dafür bieten die Programme viele Profifunktionen. Besonders die gelungene Programmoberfläche macht die erste Orientierung trotz der umfangreichen Programmfunktionen noch verhältnismäßig einfach. Mit dem Tool erschließen Sie sich beispielsweise Optionen zur Rauschunterdrückung oder Nachschärfung. Raw-Shooter Essentials verfügt über eine leistungsstarke Batchfunktion und brilliert insgesamt mit sehr professionellen Bildergebnissen. Beliebt und verbreitet sind auch die Programme Image Capture One DSLR von Phase One oder Image DxO Optics Pro des französischen Anbieters DxO Labs. Adobe hat beispielsweise in die neuste Version der Bildbearbeitung Photoshop CS2 ein RAW-Modul für die am weitesten verbreiteten RAW-Dateiformate eingebaut.


RAW mit Adobe Photoshop

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Anwender von Photoshop CS / CS2 und Photoshop Elements 4.0 können RAW-Aufnahmen auch direkt öffnen. Der Adobe-RAW- Konverter startet automatisch, wenn Sie ein RAW-Bild aus dem Datei-Browser oder über den „Öffnen“-Dialog laden. Sollte dies bei Ihrer Kamera nicht gelingen, finden Sie unter Image Adobe RAW-Konverter eine aktualisierte Datei, die vielleicht auch Ihre Kamera unterstützt. Alle wichtigen Tonwert- und Schärfeeinstellungen, die Sie normalerweise nachträglich in Photoshop festlegen, können Sie schon vornehmen, wenn Sie sich im Konverter-Modul befinden. Dazu gehören beispielsweise Temperatur, Farbtöne, Belichtung, Schattierung, Helligkeit, Kontrast und Glättung bei auftretenden Moiré-Artefakten. Beim Speichern im JPEG- oder TIF-Format legen Sie die Farbtiefe und die Komprimierung fest. Für verschiedene Kameras lassen sich die vordefinierten Einstellungen jeweils anpassen und speichern und damit schnell auf mehrere Dateien anwenden.








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